Interventionelle Schmerztherapie
Eine symptomatische Schmerzbehandlung darf nur dann durchgeführt werden, wenn es nicht möglich ist, die Schmerzursache, z.B. einen Tumor oder eine bakterielle Entzündung, zu beseitigen.
Sind diese Ursachen ausgeschlossen, so muss versucht werden, die Schmerzursache möglichst festzustellen.


Die korrekte Diagnosestellung ist auch in der Schmerztherapie Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.
Nebst körperlicher Untersuchung, Anamnese und Röntgenbildern kann die Schmerzursache mitttels diagnostischen Anästhesien festgestellt werden. Dabei werden die verdächtigen Strukturen (z.B. ein Zwischenwirbelgelenk) unter Röntgenkontrolle gezielt betäubt.
Aufgrund der Angaben des Patienten kann dann diese Struktur als Schmerzursache bestätigt oder ausgeschlossen und die eigentliche Behandlung geplant werden.
PRT (periradikuläre Therapie)
Bildwandlergestützte Spritzenbehandlung in der Nähe der Nervenwurzel der Lendenwirbelsäule. Unter Bildwandlerkontrolle und Einsatz eines Röntgenkontrastmittels erfolgt die zielgenaue Platzierung einer speziellen Injektionsnadel im Bereich der betroffenen Nervenwurzel. Nach exakter Platzierung erfolgt die Injektion entzündungshemmender und abschwellender Medikamente.
Indikationen
Bandscheibenvorfälle, Stenose des Spinalkanals oder Neuroforamens, andere Nervenwurzelreizungen.
Stellenwert
Eine gezielte Schmerzbehandlung ist durch diese bildwandergestützte Blockadetechnik möglich. Eine exakte Diagnose ist jedoch Voraussetzung. Ergänzende Behandlungen wie abgestimmte Phyisotherapie sind nachfolgend meist erforderlich. Eine wiederholte Durchführung des obengenannte Verfahrens kann manchmal nötig werden.
Vorteil
Wenig invasives Verfahren, welches ambulant in unserer Praxis durchgeführt werden kann. Aufwendige offene Operationen lassen sich meist vermeiden. Der Medikamentenverbrauch reduziert sich nach erfolgter Therapie.




